Wassertipps:

Falls Sie mit sehr weichem Wasser arbeiten, geben Sie mir bitte Bescheid, damit die Tiere sich nicht zwei Mal umgewöhnen müssen.
Denn eine plötzliche Umstellung hat oftmals fatale Folgen! Jeder im Wasser lebende Organismus hat größte Probleme bei einer Umstellung von mehr als 150 µ/S pro Tag. Bei unseren kleinen Freunden zeigt sich erst meistens eine Reaktion auf solch eine krasse Umstellung nach etwa 3-4 Wochen mit starken Ausfällen.
Auch die Bienen Garnelen gewöhne ich vor Abgabe an diese Wasserparameter an. Das hat den Grund, dass Sie die Tiere nicht erst langsam an härteres Wasser gewöhnen müssen.
Alle Neocaridina Arten die ich züchte und oder importiere, schwimmen und vermehren sich in meinem „normalen“ Leitungswasser, mit Werten von ca. 15° GH, 10° KH und einem Leitwert von 600µ/S.
Die meisten Aquarianer halten Ihre Garnelen auf „normalem“ Leitungswasser und das ist auch richtig so. Haltung und Zucht sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche.

Die Zucht von Red Bee, Black Bee, Taiwan Bee und Co gelingt meist nur in sehr salzarmen Wasser mit einem geringen elektrischen Leitwert. Ich züchte die Bee’s bei einem Leitwert von etwa 250µ/S.
Wir erreichen solch ein Wasser durch den Einsatz einer Umkehr-Osmose-Anlage. Solch eine Anlage filtert unter Druck (die kleinen Anlagen über den Wasserdruck aus der Leitung und die große Anlage über eine Druckerhöhungspumpe) die Härtebildner raus und noch viel mehr. Es werden Rückstände von Medikamenten, Reste von Drogen, Herbizide, Pestizide, Insektizide usw. rausgefilter. Wir haben dann ein zu 98% reines Wasser. Und nicht wie destilliertes Wasser ein völlig totes Wasser. 
Dieses Permeat (das Abwasser nennt man Konzentrat)  salzen wir dann mit dem Salz auf, welches für die Tiere am geeignetsten ist, daher bieten wir auch verschiedene Salze für unterschiedliche Garnelen an. Das Permeat wird dann auf etwa 250µ/S aufgesalzen, was wir mit einem Leitwertmessgerät kontrollieren.
Bitte nicht mit Leitungswasser verschneiden! Denn dann kippt man den ganzen Mist wieder rein! Mit dem Salz gebe ich nur das mit in das Wasser, was die Tiere auch wirklich brauchen.

Wasserwechsel:

Ich empfehle wöchentlich bis zu 50% zu wechseln, damit kann man eine "Altwasseraquaristik" vermeiden und hat dauerhaft ein stabiles unbelastetes Aquarienwasser.
Im Gegensatz zu Fischen, denen hohe Nitrit-Werte NO2 wirklich schaden können, haben unsere Garnelen keine Probleme mit dem Nitrit. Allerdings haben die Garnelen echte Schwierigkeiten mit Nitrat! Werte ab 35 mg/l können schon schädlich sein. Daher sollte auch der Nitrat-Wert NO3regelmäßig überprüft werden. 
Grundsätzlich gilt: man kann niemals zu viel Wasser wechseln, nur zu wenig!
Selbst wenn mein Ausgangswasser vermeintlich schlecht ist, in einem Aquarium wird es noch schlechter. Dies liegt daran, dass im Aquarium nichts reduziert wird, teilweise werden bestimmte Stoffe umgewandelt, aber bleiben im Aquarium im Kreislauf. Und um die Schadstoffbelastung zu reduzieren, muss ein teilwasserwechsel durchgeführt werden.

Jedoch sollte auch immer das Ausgangswasser kontrolliert werden. Was nützt es einen Teilwasserwechsel zu machen, wenn schon im Ausgangswasser erhöhte Werte nachweisbar sind? Wenn erhöhte Werte schon im Ausgangswasser sind, kann ich mit einer Umkehr-Osmose-Anlage simpel und einfach bestes Aquarienwasser herstellen.

 

Filtermedien auswaschen oder austauschen?

Grundsätzlich sind Filtermatten auswaschbar, aber viele Eiweißstoffe lassen sich auch bei gründlichem Auswaschen nicht aus den gebrauchten Filtermedien entfernen. Erst ein "Einlegen" in 30 %iges Wasserstoffperoxid (H2O2) würde zu einer organischen Reinigung führen.

Das zweite Problem sind pathogene Keime, die sich in schmutzigem Filtermaterial rasant vermehren. Daher raten Fachleute auf Grund aktueller Forschungsergebnisse zum Thema Keimdichte in Aquarien zu einer häufigeren Filtereinigung und zum Erneuern von Filterwatte und Filtermatten.

Daher empfehle ich die Filtermedien mindstens alle 8 Wochen zu reinigen!